Seite Vorlesen
Teilhabe ermöglichen

Ein Tag im Leben von

Was ist deine Aufgabe in der BSZ Stiftung?
Ich bin verantwortlich für die Pflegedienstleistung in der BSZ Stiftung. Es ist meine Aufgabe, einen einheitlichen und gemeinsamen Pflegestandard zu definieren und sicherzustellen, dass dieser korrekt umgesetzt wird. Auch stelle ich die Kooperation zu Pflegediensten wie der Spitex, Ärzten, Kliniken, gesetzlichen Vertretungen oder dem kantonalen Gesundheitsamt sicher. Das Erstellen von Konzepten zu diversen gesundheitlichen Themen wie z. B. Medikamentenhandhabung, Messung der Vitalwerte oder Hygiene gehören ebenfalls zu meinen Aufgaben. Des Weiteren führe ich zusammen mit einer Arbeitskollegin den internen Kurs «Grundlagen Pflege» durch. Dabei werden unter anderem Themen wie die Körperpflege, das Messen der Vitalwerte und der Umgang mit Medikamenten bearbeitet.

Wie sieht dein Alltag aus?
Als ich in der Funktion Anfang Oktober 2025 neu gestartet bin, war ich die ersten zwei bis drei Monate vor allem damit beschäftigt, einen Überblick über die pflegerisch-medizinischen Themen in der gesamten BSZ Stiftung zu gewinnen. Seit einiger Zeit bin ich auch bei zwei Bewohner*innen intensiver als Fachstelle involviert: Hier gilt es, die Zusammenarbeit mit externen Dienststellen zu klären, damit klar ist, welche Ziele verfolgt werden sollen und wie man die Bewohner*innen bestmöglich unterstützen kann. Eine gute Koordination zwischen den verschiedenen internen sowie externen Stellen ist wichtig, um die Bewohner*innen optimal in ihrer Lebensqualität unterstützen zu können. Auch bekomme ich immer wieder Anfragen, wenn es darum geht, eine pflegerisch-medizinische Situation im ersten Schritt aus meiner Expertise zu beurteilen und meinen fachlichen Input zu geben, wie die Weiterbehandlung aussehen soll. Je nach Situation braucht es dann eine genauere ärztliche Abklärung, da wir keine medizinische Institution sind – zum Beispiel die Beurteilung von Hautveränderungen, welche auf mögliche Entzündungen der Haut hindeuten könnten.

Welche Themen beschäftigen dich aktuell besonders?
Ein Fokus liegt auf dem Medikamentenmanagement in der BSZ Stiftung. Dies beinhaltet die Beschaffung, die Lagerung sowie den Umgang mit der Verabreichung der Medikamente. Auch mache ich aktuell eine Bestandsaufnahme der Pandemie-Box auf allen Wohngruppen, damit man einen Überblick darüber hat, was genau vorhanden ist und was ergänzt oder erneuert werden muss. Das ist eine wichtige Präventionsmassnahme, sollte einmal eine Isolation aufgrund eines Virus gemacht werden müssen. Auch der Umgang mit der Hygiene ist ein wichtiges Thema. Da wir mit vulnerablen Menschen arbeiten, ist es wichtig, dass wir die Gesundheit unserer Bewohner*innen bestmöglich unterstützen und bewahren können. Daher bin ich gerade an der Erarbeitung eines Hygienekonzeptes, damit das Wissen gut an die Belegschaft vermittelt
werden kann. 

Was gefällt dir an deiner Funktion? 
Ich finde die Mischung aus der Agogik und der Pflege sehr spannend. Da die BSZ Stiftung den Schwerpunkt in der Agogik hat, aber die pflegerischen Themen zunehmend sind, ist es wesentlich, dem Rechnung zu tragen. Es ist schön zusehen, wenn die Betreuungspersonen mein Fachwissen nutzen und sich mit mir austauschen. Damit kann ich in meiner Funktion einen Teil dazu beitragen, die Gesundheit unserer Bewohner*innen zu unterstützen und somit die Lebensqualität zu verbessern.

Warum sind Pflege und Gesundheit ein wichtiges Thema bei uns?
Die Komplexität der Krankheitsbilder ist vermehrt zunehmend. Das Zusammenspiel von einer kognitiven oder psychischen Beeinträchtigung und einer körperlichen Beeinträchtigung zeigt sich sehr häufig bei unseren Bewohner*innen. Eine geistige oder psychische Beeinträchtigung kann sich oft auch auf die körperliche Gesundheit auswirken, ebenso umgekehrt. Dementsprechend müssen die Hilfsmittel angepasst werden. So wird der Einsatz von medizinaltechnischen Verrichtungen wie zum Beispiel die Nahrungsgabe über eine PEG-Sonde oder das Verabreichen von Insulin bei Diabetiker*innen häufiger. Die BSZ Stiftung begleitet Bewohner*innen in Wohnangeboten, ist aber kein anerkanntes Pflegeheim. Gerade deshalb ist eine klare Abgrenzung der Kompetenzen und eine menge Zusammenarbeit mit externen Fachstellen entscheidend. Da aber trotzdem gewisse Dienstleistungen im pflegerisch- medizinischen Bereich Teil der Begleitung sind, ist die Zusammenarbeit mit externen Pflegedienstleistern wie der Spitex von grosser Bedeutung für uns. 

Mit wem hast du vor allem Kontakt in der BSZ Stiftung?
Ich habe vor allem mit den Wohngruppenleiter*innen oder den Abteilungsleiter*innen Kontakt. Aber ich bekomme auch direkte Anfragen von einzelnen Betreuungspersonen, wobei es dann oftmals um die Koordination zwischen der BSZ Stiftung und externen Dienststellen wie Ärzten oder Spitex geht.

 

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten. Einige Cookies sind für den Betrieb der Seite notwendig, andere dienen Statistikzwecken, Komforteinstellungen, oder zur Anzeige personalisierter Inhalte. Sie können selbst entscheiden, welche Cookies Sie zulassen wollen. Bitte beachten Sie, dass aufgrund Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite verfügbar sind. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und Cookie Policy.
Details anzeigen

  • Details

    Notwendig
    Diese Cookies sind zwingend erforderlich um die Webseite zu betreiben und Sicherheitsfunktionen zu ermöglichen.

    Statistik
    Wir erfassen anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen, die uns helfen unsere Webseite und deren Inhalte stetig zu optimieren.